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9. Februar 2011, 03:41 Uhr

Donald Rumsfeld verteidigt Gefangenenlager

Donald Rumsfeld lobt das umstrittene US-Gefangenenlager Guantanamo in Kuba als "eines der besten Gefängnisse der Welt". Niemand sei dort verletzt oder gefoltert worden, so der ehemalige Außenminister der USA.

Der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat das umstrittene US-Gefangenenlager Guantanamo in Kuba als "eines der besten Gefängnisse der Welt" bezeichnet. Aus ihm unbekannten Grund sei es aber der US-Regierung nicht gelungen, den Menschen zu vermitteln, dass in Guantanamo "nicht gefoltert wurde, dass niemand verletzt wurde", sagte Rumsfeld laut Abschrift in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox, das am Dienstagabend (Ortszeit) ausgestrahlt werden sollte.

Das für das Lager verantwortliche Militärpersonal habe "unfairer Weise" im Kreuzfeuer der Kritik gestanden, es verdiene im Gegenteil "sehr viel Lob" für seine Leistung, fügte der 2006 zurückgetretene Rumsfeld hinzu, der derzeit seine Memoiren "Known and Unknown" bewirbt. Zugleich kritisierte er die Ankündigung des heutigen US-Präsidenten Barack Obama, das Anfang 2002 unter seinem Vorgänger George W. Bush im Zuge des Anti-Terror-Kampfes eröffnete Lager in Guantanamo schließen zu wollen. Während des Wahlkampfes 2008 habe Obama die unbefristete Inhaftierung von "illegalen Kombattanten" und die "Sondermilitärtribunale" scharf kritisiert, sagte Rumsfeld. Zwei Jahre nach Obamas Wahl existierten alle diese Dinge noch. "Nicht weil irgendwer möchte, dass sie noch da sind, sondern weil es die beste Lösung ist."

Obama hatte bei seinem Amtsantritt im Januar 2009 angekündigt, er werde das Lager binnen eines Jahres schließen. Es fanden sich aber nicht genügend Möglichkeiten, die Insassen in anderen Ländern unterzubringen, während der US-Kongress einen Transfer auf US-Boden unterband. In Guantanamo sind heute noch 173 Terrorverdächtige in Haft. Nur drei von ihnen wurden in einem Prozess verurteilt.

AFP
 
 
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