Industrieländer haben einen wachsenden Teil ihres CO2-Ausstoßes im Zuge der Globalisierung an Entwicklungsländer ausgelagert und unterlaufen damit ihre eigenen klimapolitischen Ziele. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag vorgestellte Untersuchung eines internationalen Wissenschaftlerteams, zu dem auch Forscher der Technischen Universität (TU) Berlin und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) gehörten. Demnach ließ die wachsende Nachfrage der Industriestaaten nach Waren aus ärmeren Ländern deren CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2008 massiv steigen und machte damit zeitgleiche CO2-Einsparungen etwa in Europa wieder zunichte.