Wegen seiner Kritik an der Regierung ist der iranische Filmemacher Dschafar Panahi zu sechs Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufsverbot verurteilt worden. Panahi müsse wegen einer Versammlung und "Propaganda gegen das System" ins Gefängnis, sagte seine Anwältin Farideh Gheirat am Montag der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Außerdem dürfe er die nächsten 20 Jahre das Land nicht verlassen, keine Filme drehen, keine Drehbücher schreiben und keine Interviews geben. Gheirat kündigte Berufung gegen das Urteil an. Wie Panahi wurde in einem ähnlichen Verfahren der junge iranische Regisseur Mohammed Rasulof zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, wie sein Anwalt Iman Mirsadeh laut Isna mitteilte.