Nach gewaltsamen Protesten gegen die Ausstrahlung des Zeichentrickfilms "Persepolis" im tunesischen Fernsehen hat sich die wichtigste islamistische Partei Ennahda von den Krawallen distanziert. "Wir verurteilen die Gewalt", erklärte ein Vertreter des Exekutivbüros, Ali Larayedh, am Samstag. Ennahda habe stets dazu aufgerufen, "unsere Ideen im Rahmen einer friedlichen und respektvollen Debatte zu verteidigen". Am Freitag hatten in Tunis tausende Demonstranten gegen die Ausstrahlung des Films demonstriert, weil Gott darin als alter, bärtiger Mann dargestellt wird.