HINTERGRUND: Israel und Hamas nutzen Twitter und Co.

16. November 2012, 11:18 Uhr

Mit ihrer jüngsten Offensive im Gazastreifen betreten die Israelis medientechnisch neues Terrain.

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Mit ihrer jüngsten Offensive im Gazastreifen betreten die Israelis medientechnisch neues Terrain. Den Start der Luftangriffe auf Stellungen militanter Palästinenser gab Armeesprecherin Avital Leibovitsch über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Später twitterte sie ein Foto des gezielt getöteten Militärchefs der radikalislamischen Hamas mit dem Text: "Ahmed Dschaabari: Eliminiert". Auf der Internetplattform YouTube platzierte die Armee "pädagogische" Videos, in denen erklärt wird, warum Israel "das Recht hat, sich zu verteidigen".

Auch der Angriff aus der Luft auf das Auto al-Dschaabaris ist auf YouTube abrufbar. Darüberhinaus setzt die israelische Armee für ihre Medienoffensive Facebook und die Mikroblogging-Plattform Tumblr ein. Die Hamas tut es ihr gleich: Die Reaktion der radikalen Palästinenserorganisation auf die Angriffe, mit denen Israel "das Tor zur Hölle" geöffnet habe, kam ebenfalls über Twitter. Zudem veröffentlicht die Hamas dort auch verstörende Bilder von mutmaßlichen Opfern der israelischen Angriffe.

AFP