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News am 30.05.2012
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13. Februar 2012, 21:43 Uhr

Israelische Diplomatin bei Anschlag in Indien verletzt

Eine 42-jährige israelische Diplomatin ist bei einem Anschlag in Neu Delhi schwer verletzt worden.

Eine 42-jährige israelische Diplomatin ist bei einem Anschlag in Neu Delhi schwer verletzt worden. Die indische Polizei sucht nach einem Motorradfahrer, der laut einem Augenzeugen offenbar kurz vor der Explosion einen Sprengsatz am Wagen der Diplomatin befestigte. In der georgischen Hauptstadt Tiflis wurde ein ähnlicher Anschlag nur knapp verhindert.

Bei der Explosion in Neu Delhi, die sich in der Nähe der israelischen Botschaft und des Amtssitzes von Premierminister Manmohan Singh ereignete, wurden drei Inder leicht verletzt. Die israelische Diplomatin, zugleich Ehefrau des Militärattachés an der Botschaft, wurde ins Krankenhaus gebracht, war aber nach Angaben der indischen Polizei bei Bewusstsein und schwebte nicht in Lebensgefahr.

"Ein Zeuge sagte aus, dass er einen Mann auf einem Motorrad beobachtete, der eine Art Sprengsatz hinten am Fahrzeug befestigte", sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Motorradfahrer werde gefahndet. Die Diplomatin war in einem silbergrauen Toyota unterwegs, um ihre Kinder von der Schule abzuholen.

"Der Iran steckt hinter diesen Angriffen", erklärte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Iran sei "der größte Exporteur von Terror auf der Welt". Die Angriffe in Neu Delhi und Tiflis fielen zeitlich mit Jahrestagen von Angriffen auf Führer der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zusammen. Am 12. Februar 2008 wurde bei einem Autobombenanschlag in Damaskus der Hisbollah-Militärchef Imad Mugnijeh getötet; am 16. Februar 1992 wurde der Hisbollah-Generalsekretär Abbas Mussawi bei einem israelischen Raketenangriff tödlich getroffen.

US-Außenministerin Hillary Clinton verurteilte die Angriffe auf Israelis im Ausland. Das "Übel des Terrorismus" sei eine "Beleidigung der ganzen Weltgemeinschaft", erklärte Clinton. Der Iran wies Netanjahus Beschuldigungen zurück und sprach von einem "Propagandakrieg". Seit Januar 2010 wurden vier iranische Wissenschaftler bei Anschlägen getötet, die von der iranischen Regierung dem israelischen Geheimdienst Mossad und dem US-Geheimdienst CIA zur Last gelegt werden. Auch dabei wurden magnetische Sprengsätze eingesetzt.

In Tiflis sei ein georgischer Botschaftsmitarbeiter auf einen verdächtigen Gegenstand aufmerksam geworden, der an einem Botschaftsfahrzeug angebracht gewesen sei, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Der Mann habe daraufhin die Polizei alarmiert. Der Sprengsatz sei entschärft worden.

AFP