HINTERGRUND: Israels Schutzschild gegen Raketen aus Gaza

18. November 2012, 17:48 Uhr

Das seit März 2011 installierte israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" ("Eisenkuppel") erlebt gerade seine große Bewährungsprobe.

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Das seit März 2011 installierte israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" ("Eisenkuppel") erlebt gerade seine große Bewährungsprobe. In den vergangenen Tagen fing es zahlreiche aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen ab. Um auch die Metropole Tel Aviv zu schützen, nahm Israel am Samstag vorzeitig eine fünfte Einheit in Betrieb.

"Iron Dome" kann Kurzstreckenraketen und Mörsergeschosse in Entfernungen von vier bis 70 Kilometern abfangen. Jede Batterie besteht aus einem Radar, einer Feuerleitsoftware und drei Werfervorrichtungen mit je 20 Abwehrraketen. Finanziell unterstützt von den USA, investierte Israel rund eine Milliarde Dollar (über 780 Millionen Euro) in die Entwicklung des Systems, das vom staatlichen Rüstungsunternehmen Rafael Defense Systems hergestellt wird. Nach Medienberichten kostet jeder Schuss etwa 50.000 Dollar.

Laut israelischer Armee liegt die Trefferquote bisher zwischen 75 und 90 Prozent. Militärexperten zufolge wären 13 Einheiten nötig, um Israel einen kompletten Schutz zu bieten. Bis so viele im Einsatz sind, dürften noch Jahre vergehen.

AFP