Italiens Innenminister Roberto Maroni hat im Streit um den Umgang mit Flüchtlingen im Mittelmeerraum die Haltung der Bundesregierung kritisiert. Er sei "überrascht", dass einige EU-Staaten das Prinzip der Solidarität und der Lastenverteilung unter den Mitgliedsstaaten ablehnten, sagte Maroni nach Beratungen der EU-Innenminister am Donnerstag in Brüssel. "Das ist kein gutes Zeichen für Europa. Für diese Länder steht Europa an zweiter Stelle." Maroni nannte die von ihm kritisierten Länder nicht ausdrücklich beim Namen.