Wenige Tage vor Vertrauensabstimmungen über Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in beiden Parlamentskammern hat die Staatsanwaltschaft in Rom eine Untersuchung wegen angeblich versuchten Stimmenkaufs bei Oppositionsabgeordneten eingeleitet. Einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge reagierte sie damit auf eine Beschwerde von Antonio Di Pietro, des Vorsitzenden der Oppositionspartei Italien der Werte, aus der am Donnerstag zwei Abgeordnete ausgetreten waren. Einer von hatte angekündigt, Berlusconi unterstützen zu wollen, der zweite wollte sich dies noch überlegen. Di Pietro sagte gegenüber Ansa, er habe "viele Dokumente und zahlreiche Beweise", die seine Anschuldigung belegten.