Der designierte neue Bundesbeauftragte für die Unterlagen der DDR-Staatssicherheit, Roland Jahn, sieht sich als "Anwalt der Opfer" der SED-Herrschaft. Die Behörde sei ein Symbol für die Aufklärung, sagte Jahn der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe). "Dass ich, der ich in der Haft der Staatssicherheit saß und durch die Staatssicherheit abtransportiert worden bin aus meiner Heimat, die Akten verwalten darf, ist eine besondere Genugtuung." Seine Biografie komme "jetzt an einen Punkt, wo ich in einer besonderen Verantwortung das tue, was ich bisher auch getan habe: nämlich aufzuklären über die Diktatur in der DDR."