Nach der Atomkatastrophe von Fukushima haben den früheren japanischen Regierungschef Naoto Kan alptraumhafte Vorstellungen von einer Apokalypse in der Hauptstadt Tokio geplagt. Bei den "furchteinflößenden Gedanken" an eine verlassene Metropole mit menschenleeren Straßenzügen sei ihm ein "kalter Schauer über den Rücken gelaufen", sagte Kan am Dienstag der Zeitung "Tokyo Shimbun". Die Behörden hätten nach dem Unglück auf Simulationen mit Evakuierungen in einem Umkreis von bis zu 300 Kilometer um das Kraftwerk durchgespielt, ergänzte er in der "Asahi Shimbun". "Man hätte 30 Millionen Bewohner in Sicherheit bringen müssen, das hätte den Fall Japans bedeutet."



