Die US-Regierung hat die Rückkehr eines in Nordkorea zu acht Jahren Arbeitslager verurteilten US-Bürgers am Freitag begrüßt.
Die US-Regierung hat die Rückkehr eines in Nordkorea zu acht Jahren Arbeitslager verurteilten US-Bürgers am Freitag begrüßt. "Wir begrüßen die Freilassung von Aijalon Mahli Gomes und sind erleichtert, dass er bald sicher wieder mit seiner Familie vereint sein wird", erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Philip Crowley. Der frühere US-Präsident Jimmy Carter hatte die Freilassung des 30-Jährigen zuvor in Nordkorea erreicht.
"Wir erkennen die humanitären Bemühungen des früheren Präsidenten Carter an und begrüßen Nordkoreas Entscheidung, Mister Gomes eine außerordentliche Amnestie zu gewähren und ihm die Rückkehr in die Vereinigten Staaten zu erlauben", teilte Crowley weiter mit. Carters Reise nach Nordkorea sei privat gewesen und nicht im Auftrag oder unter der Organisation der US-Regierung unternommen worden, hob der Sprecher hervor. Die USA und Nordkorea unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.
Der als strenggläubiger Christ geltende Gomes war im Januar bei einem angeblich illegalen Grenzübertritt in Nordkorea festgenommen und im April zu acht Jahren Arbeitslager sowie zur Zahlung von umgerechnet 550.000 Euro verurteilt worden. Eine Freilassung des aus Boston stammenden Mannes lehnte die kommunistische Führung in Pjöngjang ab. Anfang Juli unternahm Gomes nach Angaben aus Nordkorea einen Selbstmordversuch und wurde in ein Krankenhaus gebracht.