Ein türkisches Gericht hat den aus Deutschland abgeschobenen Islamistenführer Metin Kaplan zu einer Gefängnisstrafe von 17 Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Ein türkisches Gericht hat den aus Deutschland abgeschobenen Islamistenführer Metin Kaplan zu einer Gefängnisstrafe von 17 Jahren und sechs Monaten verurteilt. Das Gericht in Istanbul reduzierte damit am Freitag die gegen den als "Kalifen von Köln" bekannten 58-Jährigen zweimal in Vorinstanzen ausgesprochene lebenslange Haft, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kaplans islamistische Gruppierung "Kalifatsstaat" ("Hilafet Devleti") Waffen hortete und Gewaltakte plante und bezeichnete diese als "bewaffnete terroristische Organisation". Vom Vorwurf des "geplanten bewaffneten Umsturzes" wie in den Vorinstanzen sahen die Richter in ihrem Urteil indes ab.