In einer tränenreichen Zeremonie haben in Kambodscha am Dienstag hunderte Menschen an eine tödliche Massenpanik auf einer Brücke vor einem Jahr erinnert. Bei der Einweihung eines Denkmals für die mehr als 350 Toten in der Hauptstadt Phnom Penh legten weinende Hinterbliebene Blumen nieder und zündeten Räucherstäbchen an. Buddhistische Mönche in safranfarbenen Gewändern segneten das Monument, auf dem die Namen aller 353 Toten stehen. "Ich habe Angst davor, diese Brücke zu sehen", sagte die 40-jährige Tith Sam Ath, deren zwölfjähriger Sohn bei dem Unglück ums Leben kam. "Ich vermisse meinen Sohn jeden Tag. Er war ein hervorragender Schüler".