Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat mit Nachdruck den Stopp nächtlicher NATO-Luftangriffe und nächtlicher Hausdurchsuchungen in seinem Land gefordert. Das Präsidialamt in Kabul teilte am Samstag mit, Karsai werde ansonsten das geplante Abkommen über eine strategische Partnerschaft mit den USA für die Zeit nach dem geplanten Rückzug der US-Kampftruppen aus Afghanistan im Jahr 2014 nicht unterzeichnen. Die nächtlichen Luftangriffe und Hausdurchsuchungen sind schon seit geraumer Zeit ein Streitpunkt zwischen der Regierung in Kabul und der NATO-geführten Afghanistantruppe ISAF. Karsai hatte aber bislang noch keine derart konkreten Drohungen mit den umstrittenen Militäreinsätzen verknüpft.