Bei gewalttätigen Ausschreitungen gegen die traditionellen Protestanten-Märsche in Nordirland ist am Montagabend eine Polizistin schwer verletzt worden.
Die schwer verletzte Polizistin sei zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei in Belfast mit. Sie sei "brutal" angegriffen worden und habe "erhebliche Verletzungen" erlitten. Der lokale Fernsehsender UTV berichtete, die Beamtin sei von einem schweren Gegenstand am Kopf getroffen worden.
Aus Protest gegen die alljährlichen Umzüge des protestantischen Oranier-Ordens bewarfen katholische Demonstranten die Beamten nach Polizeiangaben mit Benzinbomben und Steinen. Die Sicherheitskräfte gingen mit Gummigeschoßen und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.
Bereits im Vorfeld der Umzüge waren in der Nacht zu Montag bei Ausschreitungen nach offiziellen Angaben 27 Polizisten verletzt worden, davon drei durch Schussverletzungen. Die Randalierer hatten unter anderem Feuerwerkskörper auf Beamte geschossen.
In der Vergangenheit gab es bei den Protestanten-Märschen immer wieder schwere Ausschreitungen. Mit den Umzügen erinnern die Oranier an den Jahrestag eines historischen Sieges über die Katholiken. In der Schlacht am Fluss Boyne hatte Wilhelm III. von Oranien im Juli 1690 den zum Katholizismus übergetretenen Jakob II. besiegt.