Die katholische Kirche in der Region von Neapel will Mafiosi künftig Sakramente verweigern. Für reuelose Angehörige des organisierten Verbrechens werde es unter anderem keine kirchlichen Bestattungen mehr geben, auch Taufpaten und Trauzeugen dürften sie nicht mehr sein, erklärte Kardinal Crescenzio Sepe am Samstag. Es sei "unvorstellbar", dass ein "Anti-Christ" vor die Christenheit trete, hieß es in der Erklärung. Ein toter Mafiosi werde zur Bestattung direkt auf den Friedhof gebracht, die Kirche sei ihm versperrt. Zeige ein Mafia-Mitglied dagegen Reue, verhalte es sich anders. Der Kardinal kommentierte damit am Vortag veröffentlichte Neuregelungen und begrüßte es, dass auch die Kirche der Camorra einen Schlag versetze.