In der Debatte über die völlige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe sieht der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier keine Gründe für unterschiedliche Regelungen. "Für die eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gibt es nach der Rechtsprechung grundsätzlich keine Grenzen der Gleichbehandlung mehr", sagte er der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Es müsse das gleich behandelt werden, was "wesentlich gleich" sei und das sei bei Ehen und eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften durchaus der Fall. "Beide ermöglichen es, eine Lebensgemeinschaft auf eine rechtlich anerkannte Basis zu stellen und sich in Verantwortung zueinander dauerhaft zu binden."