Die stellvertretende Linken-Chefin Katja Kipping hat ihre Partei aufgerufen, die Abkehr vom Staatssozialismus nicht mehr in Frage zu stellen. Die Linke habe nach der Wende für die Fehler der SED die Verantwortung übernommen, sagte Kipping der "Sächsischen Zeitung" vom Mittwoch. Daran dürfe es "kein Deuteln und keine Zweideutigkeiten" geben. "Wir sagen, dass die Mauer und das mit ihr verbundene Grenzregime ein Fehler war. Und das wir so was nicht wieder haben wollen." Anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus am 13. August hatten Linken-Vertreter das DDR-Grenzregime als "alternativlos" bezeichnet.