Die Klageflut beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ebbt nicht ab. Im vergangenen Jahr seien 64.500 neue Beschwerden eingetroffen, teilte der Präsident des Gerichts, Nicolas Bratza, am Donnerstag vor Journalisten mit. Im Vergleich zum Jahr 2010 war dies ein Anstieg um gut zehn Prozent. Der Berg von anhängigen Klagen ist damit Bratza zufolge auf rund 151.600 angewachsen. Insgesamt habe der Gerichtshof im vergangenen Jahr rund 1160 Urteile gefällt.