Angesichts des Mangels an Spenderorganen plädiert Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe für Transplantationsbeauftragte an jedem Krankenhaus, die bei Angehörigen Verstorbener für Organspenden werben. Bislang sei bei vielen "das Misstrauen einfach noch zu groß", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der "Passauer Neuen Presse" vom Montag. So seien in Deutschland zwar 70 Prozent der Patienten grundsätzlich zum Spenden von Organen bereit, aber nur 17 Prozent hätten einen Spenderausweis. Dahinter stecke die - unbegründete - Sorge, im Fall der Fälle werde womöglich eher an die Organentnahme gedacht als daran, alles zur Genesung zu tun.