In der Koalition gibt es Überlegungen, den Atomkraftwerksbetreibern längere Laufzeiten nicht zuzuteilen, sondern sie zu versteigern. "Das ist ein interessanter Vorschlag, der eine ernsthafte Prüfung verdient", sagte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) der "Financial Times Deutschland" (Dienstagsausgabe). Die Regierung würde nach diesem Modell zusätzliche Laufzeiten in Strommengen umrechnen, die die Betreiber dann in kleinen Portionen ersteigern müssten. Vorbild ist die Auktion der Mobilfunk-Lizenzen, die dem Staat im Jahr 2000 umgerechnet mehr als 50 Milliarden Euro einbrachte.