Vor dem Verzicht fundamentalistischer Christen auf die Verbrennung des Koran hat US-Verteidigungsminister Robert Gates die Gruppe vor möglichen Folgen des Vorhabens für Soldaten gewarnt.
Vor dem Verzicht fundamentalistischer Christen auf die Verbrennung des Koran hat US-Verteidigungsminister Robert Gates die Gruppe vor möglichen Folgen des Vorhabens für Soldaten gewarnt. Gates habe am Donnerstag telefonisch mit dem Führer der Christen aus Florida gesprochen, sagte ein Sprecher des Pentagons in Washington. Es sei ein "sehr kurzes Gespräch" mit Pastor Terry Jones gewesen. Gates habe dabei "seiner starken Besorgnis" Ausdruck verliehen, dass das Vorhaben US-Soldaten "in Lebensgefahr bringen" könne - insbesondere im Irak oder in Afghanistan. Er habe Jones deshalb gebeten, auf die Verbrennung zu verzichten.
Die evangelikale Gruppe Christian Dove World Outreach Center hatte angekündigt, am Samstag vor ihrem Gemeindehaus in Gainesville rund 200 Ausgaben des Koran verbrennen. Das Vorhaben hatte weltweit Empörung ausgelöst. US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag von einer "destruktiven Geste" gesprochen, die islamischen Fundamentalisten in die Hände spiele und Gewalt an Orten wie Pakistan und Afghanistan erzeugen könne.