Wer zur Fußball-EM nach Polen und in die Ukraine reist, sollte sich vorher über die Kosten für Handy, Smartphone und mobiles Internet informieren.
Wer zur Fußball-EM nach Polen und in die Ukraine reist, sollte sich vorher über die Kosten für Handy, Smartphone und mobiles Internet informieren. Für Polen gilt - wie für die gesamte Europäische Union - die Deckelung der Preise. Da die Ukraine nicht zur EU gehört, kann das Telefonieren dort richtig teuer werden. Verbraucher sollten in jedem Fall einige Grundregeln beachten, um Kostenfallen zu vermeiden.
Kann ich im Ausland einfach mit meinem Handy telefonieren?
Die meisten Handys sind von Anfang an für das sogenannte Roaming freigeschaltet, also für das Telefonieren in ausländischen Mobilfunknetzen. Einige Anbieter verlangen aber eine ausdrückliche Aktivierung - die kostet zwar meist nichts, kann aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Gerade bei exotischeren Reisezielen ist eine Nachfrage angebracht.
Wie viel kostet das Telefonieren innerhalb der EU?
Abgehende Gespräche innerhalb der EU dürfen für Kunden mit deutschen Verträgen maximal rund 42 Cent inklusive Mehrwertsteuer kosten, ankommende Gespräche nicht mehr als 13 Cent. SMS kosten ebenfalls 13 Cent je Nachricht, der SMS-Empfang ist kostenlos. Im Juli sinken die Preise erneut auf 35 Cent für abgehende und 10 Cent für eingehende Anrufe. SMS dürfen dann elf Cent kosten. Auch in den kommenden Jahren sollen die Preise weiter sinken.
Was kostet das Telefonieren außerhalb der EU?
Außerhalb der EU - und damit auch in der Ukraine - gelten je nach Land und Netz oft sehr unterschiedliche und teils deutlich höhere Tarife. Wer in der Ukraine die von den vier großen deutschen Mobilfunkanbietern voreingestellten Tarife nutzt, muss etwa fünf mal so viel zahlen wie in Polen. Noch etwas teurer wird es sogar für die Mobilfunk-Kunden der Discounter. Wer in der Ukraine zu hohe Kosten vermeiden will, sollte eher eine SMS schicken statt zu telefonieren und die Mailbox ausschalten. Die Verbindung zum Internet sollte nur hergestellt werden, wenn es unbedingt nötig ist.
Lohnt sich ein spezieller Auslandstarif meines Mobilfunkers?
Besonders für Vertragskunden bieten viele Mobilfunkgesellschaften besondere Auslandstarife an. Diese bieten häufig günstigere Minutenpreise, es kommen meist aber Verbindungsgebühren pro Gespräch hinzu. Damit lohnen sie sich erst bei längeren Gesprächen. Bei längeren Aufenthalten oder für Vieltelefonierer kann auch eine ausländische Prepaid-Karte eines lokalen Anbieters eine Alternative sein.
Kann ich im Ausland mit dem Handy auch ins Internet gehen?
Mit dem Smartphones auf Reisen wie gewohnt ins Internet zu gehen, ist technisch kein Problem, es kann allerdings teuer werden. In der EU gilt ab Juli erstmals eine Kostengrenze von 83 Cent pro Megabyte Datenverkehr. Das Checken der E-Mails ist damit zwar nicht allzu teuer, das Verschicken von Urlaubsfotos und -videos kann aber schnell ins Geld gehen. In den kommenden zwei Jahren sollen die Preise weiter deutlich sinken. Einige Mobilfunk-Anbieter bieten tage- oder wochenweise Pauschaltarife an. Sie sind zwar relativ teuer, können sich aber trotzdem lohnen.
Was muss ich bei MMS beachten?
Ebenfalls teuer werden kann das Versenden von MMS, einer Art Foto-SMS. Die Preise sind hierfür oft sehr unübersichtlich - abhängig von der Größe der MMS, dem Land und Netz fallen oft unterschiedliche Kosten an. Auch der MMS-Empfang im Ausland ist oft kostenpflichtig.