18. Mai 2012, 15:33 Uhr

Kraft würde im direkten Vergleich mit Merkel gewinnen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hätte als Kanzlerkandidatin ihrer Partei laut einer Umfrage gute Chancen gegen Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU).

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hätte als Kanzlerkandidatin ihrer Partei laut einer Umfrage gute Chancen gegen Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU). Sollten beide tatsächlich bei der Bundestagswahl 2013 gegeneinander antreten, würden sich 43 Prozent der Deutschen Kraft und nur 34 Prozent Merkel als Siegerin wünschen, wie aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag von "Zeit Online" hervorgeht. Die Befragung des Meinungsforschungsinstituts fand vor der Entlassung von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) durch Merkel statt.

Kraft erhielt von den 1006 Befragten auch mehr Zustimmung als die derzeit als Kanzlerkandidaten gehandelten drei SPD-Spitzenpolitiker. 24 Prozent der Deutschen sind demnach der Meinung, dass die SPD mit Kraft an der Spitze in die Bundestagswahl ziehen sollte. 18 Prozent votieren für Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, 14 Prozent für Ex-Finanzminister Peer Steinbrück, und nur acht Prozent für SPD-Chef Sigmar Gabriel. Allerdings hatte rund jeder dritte Befragte keine Präferenz.

Auch unter den SPD-Anhängern verbuchte Kraft mehr Zustimmung als die Troika: 29 Prozent der SPD-Wähler sprachen sich für Kraft als Kanzlerkandidatin aus, 22 Prozent für Steinbrück, 21 Prozent für Steinmeier und elf Prozent für Gabriel.

Unter der Führung von Kraft war die nordrhein-westfälische SPD bei der Landtagswahl am Sonntag wieder zur stärksten Partei in dem Land geworden. Die 50-Jährige hatte nach ihrem Wahlerfolg aber bekräftigt, dass sie keinen Wechsel in die Bundespolitik plant und als Ministerpräsidentin in Düsseldorf bleiben will.

AFP
 
 
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