Gaddafi soll, einem Medienbericht zufolge, hunderte ehemelige weißrussische Elitesoldaten angeheuert haben, um seine Truppen zu unterstützen. Die Söldner verdienen etwa 2100 Euro im Monat.
Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi bezahlt einem Medienbericht zufolge hunderte frühere Elitesoldaten aus Weißrussland, die ihn im Kampf gegen die Aufständischen und die NATO unterstützen. Sie verdienten bis zu 3000 Dollar (gut 2100 Euro) im Monat und seien für die Organisation und die Ausbildung von Gaddafis Kämpfern zuständig, berichtete die russische Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" am Mittwoch unter Berufung auf Quellen aus dem weißrussischen Generalstab. Neben den ehemaligen Armeeangehörigen seien auch aktive Mitarbeiter des weißrussischen Militärgeheimdiensts vor Ort. Die Ausrüstung der libyschen Armee stammt zu großen Teilen aus sowjetischer Produktion.
Der an der weißrussischen Botschaft in Libyens Hauptstadt Tripolis ansässige Militärattaché Igor Katschugin sagte der Zeitung, sein Land habe offiziell keine Soldaten nach Libyen entsandt. "Es ist möglich, dass die Leute private Verträge abgeschlossen haben", fügte er hinzu. Bei den Unterstützern könne es sich um "Mediziner, Erdölspezialisten und vielleicht auch Soldaten" handeln.
Der Sprecher des weißrussischen Verteidigungsministeriums in der Hauptstadt Minsk, Wladimir Makarow, bezeichnete den Bericht der "Komsomolskaja Prawda" gegenüber der Nachrichtenagentur AFP als "Provokation". Die Informationen entsprächen "nicht der Realität", sagte er.