Einen Tag vor den Parlamentswahlen in ihrem Land haben sich die von Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit gebeutelten Spanier auf einen Regierungswechsel eingestimmt. An einem Erdrutschsieg der konservativen Volkspartei (PP) von Oppositionsführer Mariano Rajoy gab es am Samstag nach Abschluss des Wahlkampfes kaum noch Zweifel. Letzten Umfragen zufolge hatte die PP rund 15 Prozentpunkte Vorsprung vor der bislang regierenden Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) mit ihrem Spitzenkandidaten Alfredo Pérez Rubalcaba; die Konservativen könnten im Parlament sogar eine absolute Mehrheit erringen. Die konservative Tageszeitung "ABC" schrieb auf ihrer Titelseite unter einem Foto Rajoys: "Vor dem Wechsel."