Kuba und Brasilien haben ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit ausgeweitet und bei einem Treffen der beiden Staatsoberhäupter bewusst nicht über die Menschenrechtslage in Kuba gesprochen. "Ich ziehe es vor, von anderen Dingen zu sprechen", sagte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff am Dienstag (Ortszeit) in Havanna. Es sei nicht wünschenswert, aus den Menschenrechten eine "ideologische Waffe" zu machen, erklärte sie vor ihrem Treffen mit Kubas Staatschef Raúl Castro. Wenn, dann sollte über Menschenrechte in allen Ländern gesprochen werden, "angefangen bei den USA und Guantanamo".