Um die bevorstehende Entlassung von einer Million kubanischer Staatsbediensteten abzufedern will die Regierung in Havanna ihren Bürgern künftig mehr Geschäfte auf eigene Rechnung erlauben. Im größerem Umfang als bisher dürfen sich Kubaner künftig selbständig machen, etwa als Buchhalter, Masseure oder Parkwächter, wie die offizielle Zeitung "Granma" am Freitag berichtete. In 178 Bereichen können die Menschen demnach künftig auf eigene Rechnung arbeiten und dürfen dabei auch Mitarbeiter beschäftigen. So sollen Obstläden erlaubt sein, Klempnerbetriebe oder Restaurants mit mehr Sitzplätzen und einem größeren Angebot an Speisen. Um die Eröffnung kleinerer Betriebe zu fördern sollen Kubaner auch leichter Kredite aufnehmen können.