Die Leiterin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, sieht sich durch bevorstehende Ermittlungen der französischen Justiz nicht in ihrer Funktion beeinträchtigt. Die am Donnerstag angekündigten Ermittlungen wegen mutmaßlichen Amtsmissbrauchs zu ihrer Zeit als französische Finanzministerin seien "keineswegs unvereinbar" mit Lagardes jetziger Funktion, erklärte ihr Anwalt Yves Repiquet. "Es wird nicht das erste Ermittlungsverfahren sein, das eingestellt wird." Vielmehr habe das vom Gerichtshof der Republik befürwortete Verfahren den Vorteil, dass es Lagarde "endgültig" von dem Verdacht reinwaschen werde, den "eine Handvoll Abgeordnete" gegen sie aufgebracht hätten, betonte der Rechtsanwalt.