Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat grundsätzliche Kritik an dem mit der Atomindustrie ausgehandelten Vertrag zur Laufzeitverlängerung geübt. "Ich hätte eine gesetzliche Regelung der mit den beabsichtigten Laufzeitverlängerungen verbundenen Ermächtigungen und Verpflichtungen einer Vereinbarung vorgezogen", sagte Lammert am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Es entspreche seinem grundsätzlichen Verständnis, dass die Regelung von Rechten und Pflichten, die der Staat von Unternehmen erwarte, "durch Gesetze erfolgt und nicht durch Verhandlungen und Vereinbarungen mit den jeweils Betroffenen".