19. Januar 2013, 09:13 Uhr

Lammert nennt deutsche Hilfe für Mali-Einsatz ungenügend

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die deutsche Unterstützung für den französischen Militäreinsatz in Mali als ungenügend kritisiert.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die deutsche Unterstützung für den französischen Militäreinsatz in Mali als ungenügend kritisiert. Die Entsendung zweier Transall-Maschinen der Bundeswehr reiche nicht aus, sagte Lammert der "Saarbrücker Zeitung". Er könne sich "auch nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält." Er verstehe die Entsendung "eher als ein erstes demonstratives Signal, dass wir uns nicht ähnlich wie im Fall Libyen positionieren", sagte Lammert.

In dem Einsatz gegen Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi hatte Deutschland eine Beteiligung strikt abgelehnt und sich im UN-Sicherheitsrat enthalten. Was Deutschland am Ende wirklich in und für Mali leiste, werde Gegenstand der weiteren Entwicklung sein, betonte Lammert. "Dann wird man auch darüber diskutieren müssen, in welcher Form das der Zustimmung des Bundestages bedarf."

Die beiden deutschen Transall-Maschinen zur Unterstützung des internationalen Militäreinsatzes in Mali waren am Donnerstag von Deutschland aus gestartet. Sie sollen den Einsatz von Soldaten der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS und indirekt damit auch die französische Intervention in Mali logistisch unterstützen.

AFP