Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, hat in seiner Predigt den Umgang mit den Palästinensern kritisiert. Diese hätten sich kürzlich an die Vereinten Nationen gewandt "in der Hoffnung, eine gerechte Lösung" des Nahost-Konflikts zu finden, sagte Twal bei der Christmette in Bethlehem. Doch sie seien nur aufgefordert worden, "sich erneut in einem gescheiterten Friedensprozess zu engagieren", der "einen bitteren Nachgeschmack von gebrochenen Versprechen und Misstrauen" habe. An der Messe nahm auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas teil. Abbas hatte im September in New York einen Antrag auf UN-Vollmitgliedschaft gestellt. Twal dankte ihm für seine "unermüdlichen Bemühungen um einen gerechten Frieden im Nahen Osten".