Vor der am Sonntag stattfindenden Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru haben der Linksnationalist Ollanta Humala und die rechtskonservative Kandidatin Keiko Fujimori ihre letzten Wahlkampfveranstaltungen abgehalten. Beide versprachen am Donnerstag, im Fall ihres Sieges gegen Korruption vorzugehen und die Armut zu bekämpfen. Der 48-jährige Humala warnte davor, die Zeit der "Diktatur" unter dem Vater seiner Konkurrentin, Alberto Fujimori, zu vergessen. Dieser war von 1990 bis 2000 Präsident und sitzt derzeit wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen und Korruption in Haft. Bei einem Wahlsieg Fujimoris befürchten ihre Gegner, sie könnte versuchen, die Freilassung ihres Vaters zu erwirken.