Zum Auftakt der weltweiten Klimaschutzaktion "Earth Hour" ist am Samstag in der Oper von Sydney für eine Stunde das Licht ausgegangen.

Sidney vor dem Start der "Earth Hour" ...© Tim Wimborne/Reuters
Zum Auftakt der weltweiten Klimaschutzaktion "Earth Hour" ist am Samstag in der Oper von Sydney für eine Stunde das Licht ausgegangen. Außer in australischen Städten wurden auch in Neuseeland, im Inselstaat Fidschi und in anderen Pazifik-Gebieten vielerorts die Lichter ausgeschaltet. Die einstündige Aktion ab 20.30 Uhr (jeweils Ortszeit) sollte sich dann auf Asien, Europa, Afrika und schließlich Amerika ausbreiten. Auch berühmte Wahrzeichen wie der Pariser Eiffel-Turm, die Akropolis in Athen und das New Yorker Empire State Building sollten in Dunkelheit getaucht werden.

... und während der "Earth Hour".© Tim Wimborne/Reuters
In diesem Jahr beteiligen sich nach Angaben der Organisatoren tausende Städte in 134 Ländern an der Aktion. Es ist die fünfte Earth Hour, seit sie 2007 von der Umweltorganisation WWF und anderen Initiatoren ins Leben gerufen wurde. "Es geht nicht wirklich um die Energie, die dabei eingespart wird", sagte "Earth Hour"-Mitinitiator Andy Ridley der Nachrichtenagentur AFP. Vielmehr solle die Aktion zeigen, dass viel bewirkt werden könne, wenn viele Menschen sich zusammentun.
Deutschland meldete für dieses Jahr laut WWF mit mindestens 63 Städten und Gemeinden einen neuen Teilnehmerrekord. Das Licht soll unter anderem in den Großstädten Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, München und Leipzig ausgehen. Neben dem Brandenburger Tor in der Hauptstadt sollen unter anderem der Kölner Dom, Schloss Neuschwanstein und die Münchner Frauenkirche im Dunkeln liegen.
Der WWF rief die Menschen auf, über die "Earth Hour" hinaus einen stetigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz zu leisten, etwa durch einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Die chinesische Stadt Dailan verpflichtete sich dazu, 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) für die Pflanzung von 340 Millionen Bäumen auszugeben, Chengdu im Südwesten Chinas will bis zu 60.000 Mietfahrräder im Stadtgebiet aufstellen. In diesem Jahr sollen sich Teilnehmer der "Earth Hour" außerdem über eine Online-Plattform austauschen können, die zahlreiche soziale Netzwerke, darunter Facebook und Twitter, miteinander verbindet.