Die Regierung der Steueroase Liechtenstein rechnet nicht damit, dass deutschen Steuerbehörden in Zukunft noch gestohlene Bankdaten aus dem Fürstentum angeboten werden. "Das Thema Datenklau dürfte der Vergangenheit angehören", sagte der liechtensteinische Regierungschef Klaus Tschütscher laut Vorabveröffentlichung dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Ende Oktober trete ein Abkommen zum Informationsaustausch zwischen den Finanzbehörden beider Länder in Kraft. Außerdem solle bis Ende des Jahres ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Liechtenstein "unter Dach und Fach" sein. "Da wird es sich schlicht nicht mehr lohnen, Geld für dubiose CDs auszugeben", sagte Tschütscher.