Die Linke ist am Freitag in Erfurt zu ihrem Programmparteitag zusammengekommen. In dem neuen Grundsatzprogramm, über das die gut 500 Delegierten am Samstag abstimmen sollen, bekennt sich die Partei zum demokratischen Sozialismus. Angesichts der aktuellen Finanzkrise wird in dem Text eine Verstaatlichung der Banken sowie eine demokratische Kontrolle der Europäischen Zentralbank verlangt. Die Partei tritt zudem für "demokratische Eigentumsformen" bei Großbetrieben, für die Einführung der 30-Stunden-Woche und die Abkehr von Hartz IV ein. Im außenpolitischen Teil wird zudem ein Ende aller Bundeswehreinsätze verlangt. Ein neu zu schaffendes "Willy-Brandt-Corps" soll sich stattdessen auf zivile Hilfe beschränken.