Der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo darf nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten nach wie vor keinen Besuch im Gefängnis empfangen. Die Behörden der Provinz Liaoning im Nordosten Chinas hätten Lius älterem Bruder mitgeteilt, dass auch während der Feiern zum chinesischen Neujahr kein Familienbesuch gestattet werde, erklärte das in Hongkong ansässige Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (CHRD) am Dienstag. Seit die Vergabe des Nobelpreises an Liu im Oktober bekanntgegeben wurde, durfte nur seine Frau Liu Xia einmal ihren Mann sehen. Sie steht jedoch in Peking unter Hausarrest und wurde seither nicht mehr öffentlich gesehen. Nach chinesischem Recht dürfen Häftlinge einmal im Monat Angehörige empfangen.