London fordert EU-Beobachter für Gibraltar

16. August 2013, 21:58 Uhr

Im Streit über Kontrollen Spaniens an seiner Grenze zum britischen Überseegebiet Gibraltar fordert die Regierung in London die Entsendung von Beobachtern der Europäischen Union.

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Im Streit über Kontrollen Spaniens an seiner Grenze zum britischen Überseegebiet Gibraltar fordert die Regierung in London die Entsendung von Beobachtern der Europäischen Union. Premierminister David Cameron halte die Kontrollen des spanischen Grenzschutzes für "politisch motiviert" und "unverhältnismäßig", teilte ein Sprecher mit. Sie liefen "dem Recht auf Freizügigkeit in der EU zuwider". Brüssel müsse daher "dringend" EU-Beobachter entsenden.

Spanien hatte Kontrollen an der Grenze zu Gibraltar, das an der Südspitze der Iberischen Halbinsel liegt, eingeführt, nachdem im Meer davor ein Betonriff errichtet worden war, um spanische Fischer aus den zu Gibraltar gehörenden Gewässern fernzuhalten. Seither gibt es einen heftigen Streit zwischen Madrid und London.

Gibraltar gehört seit dem Jahr 1713 zu Großbritannien. Spanien erkennt die britische Herrschaft aber nicht an und fordert die Rückgabe des 6,8 Quadratkilometer großen Territoriums. Großbritannien gehört dem Schengen-Raum, in dem es gewöhnlich keine Personenkontrollen an den Staatsgrenzen gibt, nicht an.

AFP