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News am 30.05.2012
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14. Februar 2012, 14:08 Uhr

London verteidigt Finanzpolitik nach Moody's-Drohung

Nach der Drohung der US-Ratingagentur Moody's mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens hat die Regierung in London ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik verteidigt.

Nach der Drohung der US-Ratingagentur Moody's mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens hat die Regierung in London ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik verteidigt. "Es ist sehr klar, wovor uns die Ratingagentur warnt", sagte der britische Finanzminister George Osborne dem BBC-Radio. Moody's werde Großbritannien herabstufen, wenn das politische Engagement zum Umgang mit den Schulden nachlasse. Die britische Regierung hatte in den vergangenen Monaten strikte Ausgabenkürzungen beschlossen.

Nach den Ländern der Eurozone ist nun auch Großbritannien ins Visier der Ratingagenturen geraten. Moody's hatte den Ausblick der Spitzenbonität des Landes mit der Bewertung AAA am Montagabend auf "negativ" gesenkt. Auch die Ausblicke Frankreichs und Österreichs sowie die Bewertung der Kreditwürdigkeit Italiens, Portugals, Spaniens, Sloweniens, der Slowakei und Maltas wurden gesenkt.

Als Begründung für ihre Entscheidungen gab die Agentur an, alle neun Länder seien durch die Eurokrise erheblichen finanziellen und volkswirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Die schwachen wirtschaftlichen Aussichten bedrohten zudem die Umsetzung notwendiger Sparmaßnahmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit.

Mitte Januar hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor's Frankreich und Österreich die Bestnote aberkannt und die Länder um eine Note herabgestuft. Moody's gab damals an, seine Bewertungen planmäßig zu prüfen. Frankreich ist zusammen mit Deutschland Hauptgarantiegeber des Eurorettungsfonds EFSF.

Frankreichs Finanzminister François Baroin erklärte zu der Mitteilung von Moody's, er nehme zur Kenntnis, dass die Agentur das Land weiter mit der Bestnote bewerte. Zugleich betonte er, dass die Länder der Eurozone "kraftvolle Anstrengungen zur Sanierung der Staatsfinanzen" unternähmen.

jep/mt/jm

AFP