Nach tagelangem Winterchaos mit Tausenden gestrandeten Passagieren herrscht vorsichtiges Aufatmen. Der Betrieb an Europas Flughäfen erholt sich allmählich wieder. Selbst auf dem Londoner Flughafen Heathrow kehrt langsam wieder Normalität ein.
Nach mehreren Tagen Schneechaos hat sich die Lage auf dem dem Londoner Flughafen Heathrow am Mittwoch langsam normalisiert. Nachdem die zweite Landebahn am Dienstagabend wieder geöffnet worden sei, könnten am Mittwoch voraussichtlich zwei Drittel der geplanten Flüge absolviert werden, erklärte der Betreiber von Europas größtem Flughafen, BAA. "Wir arbeiten mit den Fluggesellschaften daran, einen normalen Verkehr so schnell wie möglich zu ermöglichen.". Da aber weiterhin frostige Temperaturen vorausgesagt worden seien, sei mit weiteren Verspätungen und Flugstreichungen zu rechnen. In den vergangenen Tagen hatten tausende Reisende auf dem Großflughafen festgesessen.
Auch beim Zugverkehr zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland entspannte sich die Lage. Für Mittwoch sei mit einem "beinahe normalen Verkehr" der Eurostar-Züge zu rechnen, teilte die Bahngesellschaft transManche mit. Fahrgäste mit Fahrkarte wurden allerdings aufgefordert, sich bereits eine Stunde vor Abfahrtszeit im Bahnhof einzufinden. Der Andrang bei den Eurostar-Zügen war durch die Ausfälle im Flugverkehr deutlich angestiegen.
Auf dem Londoner Bahnhof Saint Pancras bildeten sich am Mittwoch schon in den frühen Morgenstunden lange Schlangen. Eurostar-Mitarbeiter verteilten Kaffee und Croissants. Bereits am Dienstag und Montag hatten im und vor dem Bahnhof tausende Fahrgäste darauf gewartet, einen Eurostar-Zug nehmen zu können. Ein Teil der Zugverbindungen war gestrichen worden, die anderen hatten im Schnitt zwei Stunden Verspätung.
Auf dem Pariser Großflughafen Roissy Charles de Gaulle sollten wegen des Winterwetters am Mittwochabend ab 18.00 Uhr voraussichtlich 15 Prozent der Flüge ausfallen, teilte die zivile Luftfahrtbehörde DGAC mit. Am Donnerstag werde wohl jeder vierte Flug gestrichen. Für diese Zeit werde erneuter Schneefall vorausgesagt, hieß es zur Begründung.