Siebeneinhalb Jahre nach der Entführung des ägyptischen Imams einer Mailänder Moschee durch den US-Geheimdienst hat ein italienisches Berufungsgericht die bisher gegen 23 CIA-Agenten verhängten Haftstrafen in zweiter Instanz verlängert. Die US-Geheimdienstler wurden von dem Gericht in Mailand am Mittwoch in Abwesenheit zu Gefängnisstrafen zwischen sieben und neun Jahren verurteilt, nachdem in einem ersten Urteil vom November 2009 fünf bis acht Jahre verhängt worden waren. Die mit neun Jahren längste Haftstrafe erhielt der frühere Mailänder CIA-Chef Bob Seldon Lady, der zuvor zu acht Jahren verurteilt worden war. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verlängerung der Strafen auf acht bis zwölf Jahre gefordert.