Im Prozess gegen Michael Jacksons früheren Leibarzt Conrad Murray hat ein Mediziner den Arzt als äußerst nachlässig kritisiert. Der Popstar habe vor seinem Tod jede Nacht nach dem Narkosemittel Propofol verlangt und Murray habe es ihm, ohne zu zögern, verabreicht, sagte der Anästhesist Steven Shafer am Mittwoch (Ortszeit) vor einem Gericht in Los Angeles. "Ein Arzt hätte gesagt: 'Ich gebe dir nichts, du hast eine Schlafstörung.'" Murray hingegen habe sich wie ein "folgsamer Angestellter" verhalten, statt das Wohl seines Patienten vorn anzustellen. "Seine medizinische Urteilskraft hat er nicht angewandt", sagte Shafer über Murray.