Im kommunistisch regierten Laos sind am Samstag rund drei Millionen Menschen zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen gewesen. 190 Kandidaten bewarben sich in dem Ein-Partei-Staat um ein Mandat in der von 115 auf 132 Sitze vergrößerten Nationalversammlung, wie die Staatsmedien berichteten. In jüngster Zeit hatte das Parlament nach Angaben von Experten häufiger als zuvor Kritik an der Regierung des südostasiatischen Landes geübt, doch die eigentliche Macht im Land liegt ohnehin beim Politbüro und dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei. Deren Mitglieder waren im März von weniger als 600 Delegierten auf dem Parteitag neu bestimmt worden.