Die US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die neue Führung in Libyen aufgefordert, willkürlichen Festnahmen und Misshandlungen von Gefangenen ein Ende zu setzen. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung schreibt die Organisation, sie habe in der libyschen Hauptstadt Tripolis 20 Gefängnisse besucht und mit 53 Häftlingen gesprochen. In sechs Gefängnissen seien Häftlinge demnach geschlagen und mit Elektroschocks traktiert worden, einige hätten ihre Narben gezeigt. Keiner sei einem Richter vorgeführt worden.