Vor dem Integrationsgipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Prinzip von Fördern und Fordern gegenüber Zuwanderern in Deutschland bekräftigt.
Vor dem Integrationsgipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Prinzip von Fördern und Fordern gegenüber Zuwanderern in Deutschland bekräftigt. Der Ansatz, einzelne Gruppen "parallel nebeneinander her leben" zu lassen, sei "gescheitert", sagte Merkel am Dienstag bei einem Besuch in Brüssel. "Integration passiert nicht von alleine." Gefördert werden könnten Zuwanderer zum Beispiel durch Sprachkurse, gefordert werden könne von ihnen im Gegenzug die Anerkennung der Gesetze und der Verfassung eines Landes sowie das Erlernen der Sprache, sagte Merkel. Dabei brachte sie auch "Sanktionen" ins Spiel, zum Beispiel gegen Zuwanderer, die staatliche Leistungen bezögen.
Im Bundeskanzleramt findet am Mittwoch unter Merkels Leitung der vierte Integrationsgipfel seit 2006 statt. Dabei soll unter anderem ein Aktionsplan zur Umsetzung des Nationalen Integrationsplans auf den Weg gebracht werden. Merkel war in Brüssel am Dienstag mit dem belgischen König Albert II. und Regierungschef Yves Leterme zu bilateralen Treffen zusammengekommen.