Angesichts der Debatte über Pannen der Sicherheitsdienste bei der Verfolgung der Zwickauer Neonazi-Zelle hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor gegenseitigen Schuldzuweisungen gewarnt. "Wir sollten uns alle den Vorwurf, auf irgendeinem Auge blind zu sein, ersparen", sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag in Berlin. Dies treibe einen "Keil in die Gemeinsamkeit der Demokraten". In ihrer Rede in der Generalaussprache des Bundestags verlas Merkel die Namen der Opfer der Mordserie. Sie sei "zutiefst beunruhigt" über die "Perversion des Denkens", die "im verfestigten rechtsextremen Milieu" zu beobachten sei.