Gewerkschaften und Unternehmer befürchten durch den Hartz-IV-Kompromiss Milliardendefizite bei der Bundesagentur für Arbeit. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach warf der Bundesregierung einen "unverantwortlichen Raubbau an der Arbeitslosenversicherung" vor. Die Bundesagentur für Arbeit werde in eine Schuldenfalle getrieben, die zwangsläufig zu Kürzungen für Arbeitslose oder aber Beitragserhöhungen führen werde, sagte Buntenbach der Zeitung "Die Welt" (Mittwochsausgabe). Es sei in keiner Weise vertretbar, "dass die Beitragszahler und die Arbeitslosen die Zeche zahlen müssen für einen jämmerlichen Hartz-IV-Kompromiss, den die Koalition bei den Kommunen erkauft hat", protestierte Buntenbach, die auch im Verwaltungsrat der BA sitzt.