Im Fall einer wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilten Christin in Pakistan hat sich ein Regierungsmitglied für eine Begnadigung ausgesprochen. Der für Minderheiten zuständige Minister, Shahbaz Bhatti, legte Präsident Asif Ali Zardari am Donnerstag einen Bericht vor, in dem er einen Straferlass für die fünffache Mutter Asia Bibi empfahl, wie die Regierung mitteilte. Er kam im Verlauf seiner Untersuchung des Falls demnach zu dem Schluss, dass die Anzeige gegen Bibi auf Grundlage von "persönlicher Feindschaft" zustande kam. Bhatti, der selbst Christ ist, forderte in seinem Bericht zudem Schutz für die inhaftierte Bibi und ihre Familie, die sich nach Todesdrohungen versteckt hält.