Der wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen verhaftete bosnisch-serbische Ex-General Ratko Mladic weist nach Angaben seines Sohnes jegliche Verantwortung für das Massaker von Srebrenica von sich. "Er hat gesagt, (...), er habe nichts zu tun gehabt" mit dem Massaker an rund 8000 muslimischen Männern und Jungen in der UN-Enklave Srebrenica in Bosnien 1995, sagte Darko Mladic am Sonntag in Belgrad nach einem Besuch bei seinem Vater im Gefängnis. "Er hat so viele Frauen, Kinder und Kämpfer gerettet", sagte der Sohn. Sein Vater habe angeordnet, in Srebrenica "zuerst die Verletzten, die Frauen und in die Kinder in Sicherheit zu bringen, und dann die Kämpfer". Das Massaker sei vermutlich "hinter seinem Rücken" verübt worden.